rose plastic gedeiht weltweit
HERGENSWEILER – Globalisierung – eine Strategie nur für große Konzerne? Weit gefehlt. Dass auch Mittelständler sehr erfolgreich weltweit unterwegs sein können, beweist die Allgäuer Firmengruppe rose plastic. 2006 wird das Familienunternehmen seinen Globalisierungskurs fortsetzen.
Von unserem Redakteur Rolf Dieterich
Längst hat der Verpackungshersteller rose plastic (Hergensweiler, Kreis Lindau) mit seinen Geschäftsaktivitäten die europäischen Grenzen hinter sich gelassen. In den USA und in China betreibt das Unternehmen sogar eigene Fertigungsstätten mit jeweils um die 80 Mitarbeiter. Am 1. März 2006 läuft – im Rahmen eines Joint Ventures – die Produktion in Brasilien an. Mit Indien hat Firmenchef Peter Rösler aber bereits einen weiteren Standort in einer wichtigen Wachstumsregion ins Visier genommen.
Im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ erläuterte Peter Rösler gestern, dass seine Kunden auch erwarten, dass ihnen ihr Verpackungslieferant auf dem Globalisierungskurs folgt. Das gelte vor allem für die größte Abnehmerbranche von rose plastic, die Werkzeugindustrie. Bei den im Hohlkörperblasverfahren hergestellten Kunststoffverpackungen für Werkzeuge ist rose plastic mit erheblichem Abstand Weltmarktführer. Nachdrücklich wies Rösler darauf hin, dass zumindest im Falle seines Unternehmens die Globalisierung den Hauptstandort (in Hergensweiler sind 310 der470 Mitarbeiter beschäftigt) nicht schwäche, sondern stärke. So erwirtschafte man knapp 20 Prozent des Amerika-Umsatzes mit Zulieferungen aus Deutschland. Das vergangene Geschäftsjahr war für rose plastic wiederum sehr erfolgreich. Der (nicht konsolidierte) Gruppenumsatz ist auf den neuen Rekordwert von gut 48 (43,4) Mio. Euro gestiegen und hat sich damit innerhalb von fünf Jahren verdoppelt – und zwar ausschließlich durch organisches Wachstum, nicht aufgrund von Akquisitionen. Auch die Ertragslage bezeichnete der geschäftsführende Gesellschafter als „sehr befriedigend“.



