Der Allgäuer Mittelständler agiert weltweit
HERGENSWEILER – Dass er an dem Geschenk, das ihm sein Unternehmen zum gestrigen 60. Geburtstag gemacht hat, selbst nicht unerheblich beteiligt ist, schmälert die Freude von Peter Rösler nicht. Und mit ihm freut sich die gesamte 450-köpfige Belegschaft der rose plastic-Firmengruppe über den Rekordumsatz 2004 von 43,4 Mio. Euro.
Von unserem Redakteur Rolf Dieterich
Es war wieder ein gutes Jahr für den Verpackungshersteller rose plastic, der seinen Hauptsitz in Hergensweiler, Kreis Lindau hat, aber längst als echter Global Player agiert. Um 13,5 Prozent hat sich der (nicht konsolidierte) Gruppenumsatz 2004 auf 43,4 Mio. Euro erhöht bei durchaus befriedigender Ertragslage, wie der geschäftsführende Gesellschafter Peter Rösler und sein zweiter Geschäftsführer Bernhard Link gestern im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ erklärten.
Auch ansonsten war das abgelaufene Jahr für das Allgäuer Familienunternehmen, dessen Hartverpackungssysteme vor allem in die Werkzeugindustrie gehen, sehr ereignisreich. Seit März produziert rose plastic in einer Tochtergesellschaft in China (in der Nähe von Shanghai). Man folgte damit – wie es viele Zulieferunternehmen tun – europäischen Kunden, die ihrerseits in dem fern-östlichen Land Fertigungen aufgebaut haben. rose plastic hat in China zudem einen eigenen Werkzeugbau, ebenfalls als hundertprozentige Tochterfirma. In beiden Gesellschaften zusammen sind bereits 65 Mitarbeiter tätig. Von dem chinesischen Standort aus werden neben China auch Japan und Korea beliefert, wo rose plastic neuerdings – ebenso wie schon in Frankreich und England - eine eigene Niederlassung unterhält.
Größter Auslandsmarkt für rose plastic sind die EU-Partnerländer. Besonders wichtig sind aber auch die USA (mit zuletzt neun Mio. Euro Umsatz), wo es ebenfalls eine eigene Produktion gibt, deren Fläche jetzt sogar verdoppelt werden soll. Für den chinesischen Markt hat sich Rösler in diesem Jahr das ehrgeizige Umsatzziel von zwei Mio. Euro gesetzt.
Hauptstandort der Gruppe ist aber nach wie vor Hergensweiler mit seinen derzeit 295 Mitarbeitern. Hier sind nicht nur eine große Fertigung und die Verwaltung etabliert, sondern auch die zentrale Produktentwicklung mit professionellen Konstrukteuren und Designern. Dass die Firmenleitung auch künftig auf diesen Standort setzt, zeigt nicht zuletzt der jüngste Kauf eines weiteren großen Grundstücks.



